Sänger: "Wollen das Album als Erscheinungsformat schützen"
"Vielleicht bin ich ja nur altmodisch, aber wenn wir nicht aufpassen, wird iTunes die Musikwirtschaft umbringen", erklärt Johnson gegenüber Reuters. Apples Online-Store sei ein "Monster", das ihn sehr beunruhige. "Ich bin davon überzeugt, dass sie damit nur eins bezwecken. Sie wollen so viel Geld machen wie möglich", ergänzt Johnson. Die Musik bleibe da schnell auf der Strecke. "Es ist dasselbe wie bei einem Künstler, der ein Bild malt. Wenn er glaubt, dass es eine gute Arbeit darstellt, wird er es beschützen wollen", betont Angus Young, Mitgründer von AC/DC, in einem Gespräch mit der New York Times. Die spezifischen iTunes-Richtlinien, die den ausschließlichen Verkauf kompletter Alben großteils nicht zulassen, seien in diesem Zusammenhang ein ernsthaftes Problem. "Der digitale Downloadmarkt für Musik ist derzeit überwiegend ein Einzeltrack-Geschäft", bestätigt Sven Birgmeier, Pressesprecher bei media control http://www.media-control.de/ , auf Anfrage von pressetext. In den vergangenen sechs Monaten seien alleine 20,3 Mio. Downloads in Deutschland auf einzelne Songs entfallen. "Insgesamt gesehen wurde mit 22,3 Mio. Downloads in den ersten sechs Monaten 2008 so viel Musik aus dem Netz geladen wie nie zuvor", stellt Birgmeier fest. Es sei davon auszugehen, dass der digitale Vertriebsmarkt aufgrund seiner positiven Entwicklung für die Musikindustrie in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen werde. "Welche Download-Portale und -Anbieter derzeit in Deutschland die beliebtesten sind, können wir nicht öffentlich kommentieren", so Birgmeier. Man unterliege hier vertraglich der Schweigepflicht und dürfe daher keine Angaben zu den Marktanteilen machen. | |||||
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Kultrocker AC/DC boykottieren iTunes
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